Satzung Porta Bohemica e.V.    
 

 
  • Name und Sitz der Gesellschaft

1.1. Der Verein führt den Namen "Porta Bohemica e.V.", Gesellschaft für deutsch-tschechische Zusammenarbeit in Europa.
1.2. Der Sitz des Vereins ist Bremen.
1.3. Der Verein soll in das Vereinsregister beim Amtsgericht Bremen eingetragen werden.

• Zweck der Gesellschaft

2.1. Der Verein Porta Bohemica setzt sich für den konzeptionellen Austausch, für die Vertiefung der deutsch-tschechischen kulturellen und gesellschaftlichen Beziehungen ein, in einem offenen kreativen Dialog. Vor dem Hintergrund des Zusammenwachsens Europas und des europäischen Einigungsprozesses unterstützt der Verein durch praktische Arbeit und theoretische Begleitung die Bestrebungen nach gegenseitigem Verständnis, nach Kulturaustausch und gesellschaftlicher Kooperation und leistet einen Beitrag zur internationalen Verständigung.
2.2. Eine besondere Aufmerksamkeit gilt der Entwicklung zur Gesellschaft der Bürger.
2.3. Der Verein setzt sich in seinen Aktivitäten einerseits mit dem kulturellen Erbe in der Beziehung der Nachbarstaaten Deutschland - Tschechische Republik auseinander, Grundlage bilden dabei vor allem die Elemente, die den europäischen Gedanken, die gemeinsame europäische Identität in der historischen Entwicklung deutlich machten, andererseits gilt es Bausteine für die zukünftige Entwicklung zu setzen und neue Impulse für die Zukunft zu geben. Deswegen beschäftigt sich der Verein gezielt mit Projekten, in deren Mittelpunkt der Dialog der Generationen steht.
2.4. Die Kooperation mit entsprechenden Institutionen auf tschechischer Seite gehört zu den Grundsätzen des Vereins. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen im Sinne der privat-public-partnership wird für besonders zukunftsweisend erachtet.
2.5. Die Aktivitäten des Vereins richten sich an eine breite interessierte Öffentlichkeit in beiden Ländern.
2.6. Die Grundlage der Arbeit ist der erweiterte Kulturbegriff.
2.7. Neben der theoretischen historisch-kulturellen Aufarbeitung der Vergangenheit geht es dem Verein in gleicher Weise um praktisch orientierte Angebote.

• Gemeinnützigkeit

3.1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.
3.2. Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Seine Mittel dürfen nur für die satzungsgemäßen Aufgaben verwendet werden.
3.3. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Niemand darf durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

• Mittel zur Erreichung des Vereinszweckes

4.1. Kultureller und wissenschaftlicher Austausch zwischen der Tschechischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland: Organisation von Vorträgen, Ausstellungen, Veranstaltungen, Aufenthalt von Wissenschaftlern, Künstlern, Sportlern u.a. - unabhängig von regionaler Zugehörigkeit.
4.2. Durchführung, Austausch und Vermittlung von Ausstellungen, Vorträgen, Filmvorführungen, literarischen und sonstigen Veranstaltungen.
4.3. Vorbereitungsseminare; Austausch von Künstlern und Studiengruppen; Förderung von Begegnungen zwischen Bürgern der Bundesrepublik Deutschland und der Tschechischen Republik, Vermittlung von Kontakten, Unterstützung von Studenten, Stipendiaten, au-pair-Kräften, kostenlose Übersetzungen, Unterstützung bei konkreten Problemen im Rahmen deutsch tschechischer Beziehungen.
4.4. Zusammenarbeit mit Kulturinstitutionen, Vereinen, Agenturen, etc. sowohl auf der Seite der BRD als auf der Seite der Tschechischen Republik zur Erreichung der Vereinsziele.
4.5. Zur Durchführung der Vereinszwecke kann der Vorstand, wenn es aus rechtlichen oder sonstigen Gründen notwendig ist, Einzelpersonen, Agenturen oder ähnliche Institutionen oder Firmen beauftragen.
4.6. Angestrebt wird, dass der Verein Porta Bohemica auf einer eigenen Internet-Domain Informationen über alle für die Ziele des Vereins relevanten Zusammenhänge zur Verfügung stellen kann.

• Finanzen

5.1. Der Verein erhebt von seinen Mitgliedern Beiträge, deren Höhe von der Mitgliederversammlung festgesetzt wird. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
5.2. Juristische Personen zahlen einen Beitrag, dessen Höhe auf Vorschlag vom Vorstand von der Mitgliederversammlung festgesetzt wird.

• Erwerb der Mitgliedschaft

6.1. Mitglied des Vereins kann jede natürliche Person der BRD und der CR werden, sofern sie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Juristische Personen können ebenfalls Mitglieder des Vereins werden.
6.2. Die Anmeldung zum Eintritt in den Verein ist schriftlich an den Vorstand zu richten.
6.3. Über die Aufnahme des Mitglieds entscheidet der Vorstand.

• Beendigung der Mitgliedschaft

7.1. Die Mitgliedschaft erlischt
a) durch den Tod,
b) durch Austritt mit einer Frist von 3 Monaten zum Jahresende,
c) durch förmlichen Ausschluß bei vereinsschädigendem Verhalten nach vorheriger Anhörung des/der Betroffenen durch den Vorstand. Die letzte Entscheidung trifft die Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit.
7.2. Der Austritt ist dem Vorstand schriftlich mitzuteilen.
7.3. Die Mitglieder haben bei ihrem Ausscheiden oder bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins keinen Anspruch an das Vereinsvermögen.

• Organe des Vereins

8.1. Organe des Vereins sind:
a) die Mitgliederversammlung
b) der Vorstand
c) zwei Rechnungsprüfer
d) das Kuratorium
8.2. Der Verein kann sich eine Geschäftsordnung geben.

• Mitgliederversammlung

9.1. Die Mitgliederversammlung nimmt den Jahresbericht entgegen und beschließt über
a) den Rechenschaftsbericht des/der Schatzmeisters/-meisterin
b) die Entlastung des Vorstandes
c) die Höhe des Beitrags gemäß 5.1.
9.2. Die Mitgliederversammlung wählt den Vorstand. Dabei wird der Vorsitzende für die Dauer von drei Jahren, die übrigen für die Dauer von zwei Jahren gewählt. Die Vorstandsmitglieder bleiben bis zu einer Neu- oder Wiederwahl im Amt.
9.3. Die Mitgliederversammlung wählt die beiden Rechnungsprüfer/innen für die Dauer von 2 Jahren.
9.4. Ordentliche Mitgliederversammlungen sind mindestens einmal im Jahr vom Vorstand einzuberufen.
9.5. Außerordentliche Mitgliederversammlungen sind einzuberufen, wenn mindestens 10% der Mitglieder dies schriftlich unter Angabe von Gründen verlangen.
9.6. Die Mitgliederversammlung wird vom Vorstand einberufen. Die Einladung erfolgt schriftlich mit einer Frist von mindestens zwei Wochen. Die Frist beginnt mit der Absendung der Einladung, die eine Tagesordnung enthalten muß.
9.7. Die Mitgliederversammlung wird von dem Versammlungsleiter geleitet. Der Versammlungsleiter wird jeweils von den anwesenden Mitgliedern gewählt. Sonst leitet der Vereinsvorsitzende oder ein anderes Mitglied des Vorstandes die Sitzung /der Vereinsvorsitzenden geleitet. Im Verhinderungsfall leitet sie ein anderes Mitglied des Vorstandes.
9.8. Beschlüsse der Mitgliederversammlung werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefaßt, sofern diese Satzung nichts anderes vorsieht. Bei Stimmengleichheit ist der Antrag abgelehnt.
9.9. Satzungsänderungen bedürfen zu ihrer Gültigkeit der Mehrheit von zwei Drittel der anwesenden Mitglieder. Satzungsänderungen sind nur zulässig, wenn sie vorher in der Tagesordnung angekündigt worden sind.
9.10. Über die Verhandlungen der Mitgliederversammlungen ist eine Ergebnisniederschrift anzufertigen, die von dem/der Protokollführer/in und dem/der Vorsitzenden unterschrieben wird.

• Der Vorstand

10.1. Der Vorstand besteht aus
a) dem/der Vorsitzenden
b) dem Schatzmeister/der Schatzmeisterin
c) dem Schriftführer/der Schriftführerin in der Funktion des/der stellvertretenden Vorsitzenden
10.2. Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind der/die Vorsitzende, der/die Schatzmeister/in und der/die Schriftführer/in.
10.3. Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich durch zwei Mitglieder des Vorstandes vertreten.
10.4. Der Vorstand kann einen Geschäftsführer/ -führerin einsetzen.
10.5. Der Vorstand kann einen Freundeskreis aufbauen, der die Arbeit des Vereins unterstützt.


Das Kuratorium

11.1. Das Kuratorium unterstützt und berät den Vorstand in allen wichtigen Belangen.
11.2. Das Kuratorium besteht aus höchstens 9 Personen, die für die Wahlperiode des Vorsitzenden vom Vorstand berufen werden. Seine Mitglieder verfügen über fachliche und persönliche Kompetenzen, die für die Erfüllung des Vereinszweckes erforderlich sind.
11.3. Das Kuratorium wird vom Vorstand mindestens drei Mal im Jahr zu gemeinsamen Sitzungen eingeladen.


Rechnungsprüfer

Die Rechnungsprüfer haben das Recht, Einblick in sämtliche Bücher und Kassenunterlagen zu nehmen. Sie prüfen den Jahresabschluss des Vorstandes und erstatten der Mitgliederversammlung darüber Bericht.


Auflösung

13.1. Die Auflösung des Vereins kann nur in einer Mitgliederversammlung beschlossen werden, die ausdrücklich zu diesem Zweck einberufen worden ist. Der Auflösungsbeschluss bedarf einer Mehrheit von Zweidrittel der anwesenden Mitglieder.
13.2. Bei Auflösung, Aufhebung oder Wegfall des Vereinszwecks überträgt die Mitgliederversammlung nach Erledigung sämtlicher Verbindlichkeiten das Vereinsvermögen einem gemeinnützigen Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, der Verständigung zwischen Deutschen und Tschechen zu dienen. Beschlüsse über die künftige Verwendung des Vermögens dürfen erst nach Einwilligung des zuständigen Finanzamtes ausgeführt werden.


Satzungsänderung

Vom Amtsgericht oder vom Finanzamt verlangte Satzungsänderungen können vom Vorstand ohne Anhörung der Mitgliederversammlung vorgenommen werden. Insoweit wird der Vorstand ausdrücklich bevollmächtigt.

Inkrafttreten

Diese Satzung tritt mit der Eintragung in das Vereinsregister in Kraft.
Bremen, im Januar 2001